5 Tipps gegen Überforderung bzw. Mental Load




Kennst du diese Tage, an denen du keine Minute Zeit für dich selbst findest und abends trotzdem das Gefühl hast, nichts wirklich "geschafft" zu haben?

Kommt es nur mir so vor oder häufen sich diese Tage?


Vom Haushalt führen, über Zeiten mit dem Partner (wohin sind diese eigentlich verschwunden seit ich selbstständig bin?), den Kids bis zu den 1000 Aufgaben bei der Arbeit. Und irgendwo waren da doch auch noch Hobbys und Sport?!



Ich habe für mich 5 Regeln definiert, um dem Thema “Zeitmanagement” Herr zu werden. Oder eher Frau ;-)


Vielleicht passen diese auch für dich?


1. Schraube deine Ansprüche herunter

Dieses Phänomen erlebe ich meistens bei Frauen. Sie mögen es oftmals gerne (zu) perfekt. Aber das bringt dich an Tagen mit langer TO DO Liste leider nicht ans Ziel.

Wenn zwischen Homeoffice, Homeschooling und Haushalt irgendwie noch Essen auf dem Tisch stehen soll, dann darf das auch mal aus der Tiefkühltruhe kommen. Basta.

Auch die T-Shirts müssen nicht unbedingt ein Bügeleisen von unten sehen, meinst du nicht? Wir nutzen hierfür eine Bügelmaschine*. So können nebenher alle Oberteile alleine glatt werden. Und das einmalig für knapp 60€.


Jeden Abend wird bei euch aufgeräumt? Aber warum eigentlich?

An der ein oder anderen Stelle wird es deinen Nerven nämlich sehr guttun, Fünfe gerade sein zu lassen. Ich mag es persönlich zwar sehr gerne ordentlich- doch meine Nerven haben am Abend keine Lust mehr auf Diskussionen mit Mann und Kind (und mir selbst). Also bleiben Spielsachen oder Bürodinge auch gerne bis zum nächsten Frühstück auf dem Esstisch liegen.


Im Büro genau das Gleiche. Auch hier kannst du bei sieben Projekten, die du gleichzeitig jonglieren musst, nicht mit minimalem Zeitaufwand das Maximum herausholen. Auch wenn du das Mini-Max Prinzip vielleicht noch im BWL Studium gelernt hast.

In der Realität hat jeder Tag nur eine bestimmte Stundenzahl und es ist sehr wohl ein Unterschied, ob du in dieser Zeit hoch konzentriert an einer Aufgabe oder parallel an zig verschiedenen arbeiten musst.

Kleine Tricks wie z.B. einfach mal das Email-Postfach erst um 10.30 Uhr zu öffnen oder das Telefon klingeln zu lassen, sind am Anfang oft schwierig. Doch je öfter du dich überwinden kannst, diese Dinge zur Routine werden zu lassen, desto mehr wirst du realisieren, dass es durchaus helfen kann, nicht alle Brände auf einmal löschen zu wollen.



2. Nimm Hilfe an

Du möchtest anderen Menschen nicht zur Last fallen? Das kann ich total nachvollziehen. Auch hier gilt:

Wenn sich irgendwo ein klitzekleines Angebot anschleicht, das dir den Alltag erleichtern könnte, schnapp zu!

Vielleicht gibt es KollegInnen mit bestimmten Stärken, die Aufgaben gerne machen, welche dir zuwider sind. Andersrum magst du evtl. Dinge, die nichts für die anderen sind.

Sprecht doch einfach darüber und brainstormt, ob die aktuelle Aufgabenverteilung wirklich sinnvoll und damit auch wirtschaftlich ist. Nur weil jemand einen bestimmten Titel nach dem erfolgreichen Vorstellungsgespräch tragen darf, ist heutzutage nichts mehr in Stein gemeißelt.

Im Alltag genau das Gleiche. Wir haben alle viele Aufgaben und machen manche Dinge, weil es eben immer schon so war. Doch wer sagt eigentlich, dass dies so bleiben muss? Niemand.

Vielleicht wäre es sinnvoll, sich beim Kochen abzuwechseln, die Nachbarkinder jeden zweiten Tag in den Kindergarten zu bringen, damit an den anderen Tagen die gleiche Aufgabe für dich wegfällt oder ein gemeinsamer Kochabend im Monat endlich mal wieder die Freunde auf die Bildfläche bringt (und kochen muss an diesem Tag auch immer nur einer;-))


3. Finde Gleichgesinnte

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Nicht alle alten Sprüche machen heute noch Sinn und gemeinsames Jammern sollte auch nicht das Ziel sein.

Aber gemeinsame Lösungswege zu suchen, wäre doch ein spannendes Projekt, oder? Oftmals fehlen uns Menschen, mit denen wir uns motivieren können. Die ähnliche Interessen und Hobbys haben wie wir. Ob nun zum Sport nach der Arbeit, zum DIY Projekt am Abend oder zum Ideenaustausch in der Firma.

Sei offen für Menschen und deren Ideen und winke nicht gleich bei der ersten (scheinbar verrückten) Idee von ihnen ab, sondern traut euch gemeinsam groß zu denken!

4. Kaufe dir Hilfe ein

Hast du schon einmal was von VAs gehört? Das sind virtuelle AssistentInnen, deren Aufgabe es ist, dir Arbeit abzunehmen. Von der Buchhaltung über Social Media Posts bis hin zu Telefondiensten. Natürlich kosten sie Geld. Du kannst zum Start auch nach Praktikanten suchen. Der große Vorteil ist aber, dass du dich erst einmal nicht binden musst und die Zusammenarbeit testen kannst.

Denn merke dir eines: Auch DEINE Zeit ist bares Geld wert. Und wenn du dich viel zu lange mit Themen beschäftigst, in denen du nicht besonders gut bist, ist es unterm Strich manchmal sogar günstiger, diese Arbeit extern zu vergeben und in der "freien“ Zeit der Arbeit nachzugehen, für die man dich wiederum bezahlt.

Denk´ mal drüber nach. 😉


Denn auch Zuhause gilt dieses Prinzip. In Punkt 1 habe ich dir von meiner Bügelmaschine erzählt. Zum Putzen gibt es leider noch keine passenden Roboter. Aber wie wäre es mit einer Haushaltshilfe? Jemand, der vielleicht nicht nur putzt, sondern sich auch um die Wäsche oder das Kochen kümmert?

Es muss ja nicht gleich wöchentlich sein doch eine helfende Hand wird soviel Druck herausnehmen, dass es sich wirklich lohnen kann (außer dich entspannen Aufgaben wie Putzen oder Waschen).



5. Gönne dir Auszeiten

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass du viel gereizter bist, wenn dir der Ausgleich fehlt? Wenn sich dein Leben ausschließlich um das Thema Arbeit oder Haushalt dreht?

Und wer bekommt deine Laune am Ende des Tages ab?

Genau, deine liebsten Menschen zu Hause.

Um deine persönlichen Energiereserven füllen zu können, musst du erst einmal herausfinden, was dir wirklich guttut und Freude bringt. Bei einem ist es Sport, Yoga odere Meditation, beim anderen schlafen oder Gesellschaftsspiele. Jeder tickt anders und nicht unbedingt steht Ruhe auch zwingend für Ausgleich.

Ich merke immer, dass mir Sport unheimlich guttut und meine Laune hebt. Und trotzdem schaffe ich es oft nicht, ihn in meinen Arbeitsalltag zu integrieren.

Wirklich funktionieren kann das nämlich nur, wenn der Ausgleich die gleiche Priorität in deinem Kalender bekommt wie die scheinbar wichtigeren TO DOs der Arbeitswelt.

Und genau das ist auch der Trick - auch der Sport die privaten Treffen mit Freunden oder andere Hobbys müssen es in deinen Terminkalender schaffen. Damit sind diese Dates fix und kein geschäftlicher Termin darf sie jemals wieder "überschreiben".



Du siehst, auch das Schaffen von freien Zeiten ist erst einmal Arbeit. Doch diese Arbeit lohnt sich so sehr um zu deiner eigenen Mitte zu finden und ausgeglichen zu sein.

Denn sicher weißt du selbst, wie ungenießbar du für deine Mitmenschen bist, wenn sich dein Kopf immer nur um die Arbeit dreht, oder?

Picke dir doch erst einmal einen meiner 5 Tipps heraus und lasse mich wissen, ob er dir geholfen hat.


*Affiliate Link aus voller Überzeugung

23 Ansichten